Wie ein Abenteuerurlaub mitten in Hannover

Verkehrszeichen Allgemeine Gefahrstelle, mit Zusatzschild: Gehwegschäden -- Benutzung auf eigene Gefahr

Solche Verkehrszeichen mit einem Text der Marke „Dieser Weg ist so kaputt, dass wir kackdreist mit einem Schild versuchen, jegliche Haftung auszuschließen, weil wir ihn seit vielen Jahren schon nicht mehr reparieren wollen“ (in unmittelbarer Nähe des Grabes von Kurt Schwitters gesehen) wird man niemals an einer Fahrbahn in der Innenstadt einer größeren Stadt der BRD finden. Damit jeder Fußgänger und Radfahrer auch ganz gründlich als stets unterschwellige Mitteilung lernt, an was sich die Verkehrtpolitik in Korruptistan orientiert: Kauft Autos, Leute, wenn ihr gute Wege haben wollt! Ihr kriegt auch Autokaufprämie…

(Ich warte immer noch auf meine sechstausend Øre „wegen der Umwelt“ dafür, dass ich auf die Anschaffung eines Autos verzichte.)

Weg

Ein durch Aufkleber völlig unkenntlich gemachtes Verkehrszeichen (Fußweg, Radweg, Gemeinsamer Fuß- und Radweg, Reitweg) an einem Weg.

Der Aufkleber über den in chronologischen Schichtungen versunkenen älteren Aufklebern teilt mir übrigens die kitzelschönen Wörter „Betrayed by a Seahorse“ mit, ohne mich mit näheren Informationen zu überreizen:

Detail des zugeklebten Verkehrszeichens

Die ursprüngliche Mitteilung, um was für einen Weg es sich hier handelt — etwa ein Fußweg, ein Radweg mit Benutzungspflicht, ein gemeinsamer Fuß- und Radweg oder (sehr unwahrscheinlich) ein Reitweg — ist in diesen stadtmilleugedanten Schichten aufgeklebter Kommunikationsversuche leider völlig untergegangen. Vielleicht handelt es sich ja um einen Reitweg für Seepferdchenreiter. Leider muss dafür der Wasserpegel noch ansteigen.

Die Ampel

Vor 150 Jahren stellte der Chef von Scotland Yard in London die erste Ampel der Welt auf. Zeitungen priesen sie als „hübsch“, andere nannten sie „elegant“. Etwa acht Meter hoch soll sie gewesen sein, gusseisern und gasbetrieben stand sie vor dem Parlament nahe der Themse. Am 10. Dezember 1868 nahm die Ampel den Betrieb auf, drei Wochen später explodierte sie

Quelle: Heise Online zum 150. Geburtstag der Ampel