Radfahrende, seit Aufmerkende!

Uraltes deutsches Plakat, typografisch in Fraktur und deutscher Kursive gehalten: 'durch Tretstrahler erhöhte Sicherheit im Verkehr'.

So lange sich Fahrradfahrer und Autofahrer die gleiche Fahrbahn teilen, kommt es immer wieder vor, das Fahrradfahrer von Autofahrern fordistisch in das Krankenhaus oder das Grab geschubst werden — und die einzige Antwort darauf ist, dass Fahrradfahrer die Schuld für ihre oft schweren Verletzungen oder ihren vorzeitigen Tod zugewiesen bekommen und deshalb allerlei Dinge tun sollen, damit sie „sicherer“ sind.

Disclaimer: Eben gerade hat mich ein Henker mit Führerscheinhintergrund mit einem seitlichen Abstand von rd. acht Zentimetern überholt. Da hilft kein Helm, wenn es schiefgeht, und auch kein Reflektor am Lenkrad, in den Speichen, am Gepäckträger und an den Pedalen. Da wird das Skelett einmal gut durchgemischt, wenn es schiefgeht. Mit solchen Idioten bin ich beinahe jeden Tag konfrontiert. Und nein, es wird nicht besser, sondern schlimmer. Allein, wenn ich jeden Tag sehe, wie viele Henker der Straße süchtig nach Däumchenhochs und trivialen Mitteilungen auf ihre Scheißhändis glotzen und blind durch die Straßen fahren. Trotzdem wird schon seit Jahren in einer großen, allmedialen Kampagne vom Schutz der Radfahrer durch die bald einzuführende und völlig alternativlose Helmpflicht geschwärmt. Nichts wird eine solche Helmpflicht bringen. Das Problem sind Vollidioten am Steuer ihrer eingebildeten Allmacht, die ihre Lizenz zum Vergasen ihrer Mitmenschen gemacht haben und leider nicht gebremst werden. Schon gar nicht von Scheißpolitikern der BRD, die allesamt politisch mit der Autoindustrie verheiratet sind. Gut, dass mein Leben bald vorbei ist, aber kommende Generationen werden sicher noch Forderungen erleben, dass Radfahrer zu ihrem Schutz in einer Art schwerer und lästiger Ritterrüstung herumfahren müssen, und zwar mit einer grellen, gelben Rundumkennleuchte auf ihrem Fahrradhelm und einem permanent abgespielten Warnton: Hier kommt ein Radfahrer, der selbst schuld ist, wenn er von Idioten totgefahren wird.

The error was

An error occured running the Unity content on this page. See your browser JavaScript console for more info. The error was: :

Sehr informative Meldung, vor allem in der Beschreibung des Fehlers. Auf nichts freue ich mich so sehr wie auf das nahezu dreißig Sekunden dauernde Nachladen umfangreicher Javascript-Frameworks aus etlichen Drittquellen, wenn ich dann am Ende der langen Wartezeit eine webbig kreiselflutsch Grafik als Sanduhrsurrogat sehe, die mir sagt, dass ich noch länger warten soll und am Ende dieser von mir für eine Pinkelpause verwendeten Zweitwartezeit von einer derart hilfreichen Meldung begrüßt werde.

So kann es kommen, wenn man seine Website so macht, dass sie ohne Javascript gar nicht mehr funktioniert. Ich kann mir keine bessere Methode vorstellen, die Leser und Sitebesucher zu vertreiben, als ihnen mit einem derartigen Frickelmüll zu kommen. Am besten gleich ein voll aufgeplustertes Framework wie „Unity“ nehmen, das eigentlich für die Programmierung von Spielen in Javascript gedacht ist, das macht alles schön fett. RAM hat ja jeder, und wenn nicht, was sind schon die paar Euro, um sich welches zu kaufen. Ich habe mit meiner 4-Gibibyte-RAM-Ausstattung, die für meinen Alltag sonst völlig ausreichend ist, jedenfalls ein Paging gehabt, dass ich dachte, meine arme Rechenkrücke stürzt ab. Gut, dass es auch ein kill -9 gibt, um den Browser zu beenden…

Und nein, ich werde mir kein zusätzliches RAM kaufen, weil irgendwelche Idioten ein Betriebssystem in einer Website programmieren wollen!