Superstar

Werbung aus einer Automatenaufsteller-Fachzeitschrift für den Chicago-Coin-Flipper 'Superstar' aus dem Jahr 1975 -- SUPER STAR -- MIT ERFOLGSGARANTIE DURCH -- 40 JAHRE ERFAHRUNG ALS HERSTELLER IN DEN USA -- CHICAGO COIN -- 20 JAHRE ERFAHRUNG ALS GENERALIMPORTEUR -- SCHNEIDER-IMPORT

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Foxy Lady

Werbung in einem Fachmagazin für Automatenaufsteller aus dem Jahr 1978 -- FOXY LADY -- der Tisch-Flipper für jeden Platz

Eine der vielen Ideen aus den vor Ideen nur so sprudelnden Siebziger Jahren, die sich nicht durchgesetzt haben, ist der in Digitaltechnik realisierte, platzsparende, kleine Flipper, der im Sitzen gespielt werden soll — hier am Beispiel von Foxy Lady aus dem Jahr 1978. Da half es dann auch nicht, dass die Werber im Brote von NSM hier keck behaupteten, dass solche Geräte für jeden Platz geeignet seien. Allerdings waren alle kleinen Flipper, die ich selbst gespielt habe… ähm… nicht so prickelnd. Und dann bleibt der Traum von den überquellenden Kassen im kleinen, dunklen, unbrauchbaren Eckplatz eben nur ein Traum.

Wide Open Slam Bang

Werbung für den Gottlieb-Flipper Jack in the Box aus dem Jahr 1973

Auch, wenn das Spielfeld auf dem Werbefoto recht harmlos und leer aussieht: Die Seitenausläufe mit den Bumpern waren tödlich, und direkte Schüsse auf die mittleren der zehn Droptargets waren „drain shots“, wie es ein Englischsprachler sagen würde. Mehr, und vor allem mehr von der wunderhübschen Siebziger-Jahre-Farbgestaltung in gelb, türkis und pink, kann man sich bei der Internet Pinball Database anschauen. 😉

Vier Jahreszeiten

Werbung für den Gottlieb-Flipper 'Four Seasons' aus dem Jahr 1969. -- FOUR SEASONS -- Trotz Hafenarbeiterstreik in New York! -- Die erste Lieferung der Four Seasons traf per Luftfracht in Deutschland ein. -- Nach den ersten Testwochen werden auch Sie feststellen: -- Gottlieb baute noch nie ein spielfreudigeres Gerät! -- Kaufen Sie qualitätsbewusst -- Besetzen Sie Ihre guten Plätze mit bewährten Fabrikaten -- Sichern Sie sich gerade heute Flipper mit hohem Werterhalt!

Hach ja, diese Reklame von 1969 hat noch eine grelle, farbenfrohe Gestaltung (sorry für den Artefaktreichtum, aber diese Farben überfordern das JPEG-Encoding); klare, schnörkellose Gestaltung und einen Textsatz in der großartigen und unvergessenen Schriftart Akzidenz Grotesk, nach der ich mich heute so oft sehne. Leider sollten bald die ekelhaften Siebziger Jahre über die deutsche Gesellschaft ablaufen die in den Farben Siebzigerorange, Siebzigergrün und Siebzigerbraun sowie im Verlust jeglichen Gefühles für Proportion eine ganze Generation in ihre spätere Abhängigkeit von extrastark dröhnenden Antidepressiva getrieben haben. Inzwischen haben sich die bevorzugten Farben ja wieder geändert, aber der Schönsinn liegt immer noch röchelnd am Boden und wird von allüberall wuchernder Hässlichkeit bedeckt. Nur eines ist gleich geblieben: Die Rechte und die Forderungen arbeitender Menschen nach menschengerechten Arbeitsbedingnungen und existenzermöglichender Entlohnung werden von allen Herrschenden und Besitzenden mit Stiefeln getreten, und koste es Luftfracht! Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch flippern gehen!