Vergesst nicht Godzillas Opfer!

Screenshot des Animationsbildschirmes des Arcade-Spieles 'Ultra Keibitai - Kuusou Tokusatsu Game' von Banpresto aus dem Jahr 1991

Der Titel übersetzt sich übrigens als „Ultra Garrison – Spezialeffekte-Tagtraum-Spiel“, was doch zumindest ein toller Name ist. 😉

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Multi Champ Deluxe

Animationsbildschirm des Arcade-Spieles Multi Champ aus dem Jahr 1999

Sechs alte Spielideen von einem (nachgemachten) Pang bis zum (nachgemachten) Tetris zusammen mit einem Geldeinwerf-Animationsbildschirm für sexuell unterforderte Männer, auf dem einen Frauen mit Augen wie ein offenes Bett anschauen. Die besseren graphischen Möglichkeiten und die höhere verfügbare Rechenleistung der späten Neunziger Jahre hat zu vielen derartig ideenlosen Kisten für die Spielhallen geführt.

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Emeraldia

Emeraldia

Die Präsentation von Arcade-Spielen mit Puzzle-Charakter in den Neunziger Jahren lässt sich beim besten Willen mit keinen anderen Attributen als „kindisch“, „geschmacklos“, „nervenzerreibend“ und „Augenkrebs verursachend“ beschreiben. Wer die japanische Neunziger-Jahre-Experimentierfreude mit Farben und Musik nicht kennt und noch einmal sehen möchte: Auf YouTube gibts ein Longplay. Ich wusste übrigens gar nicht, dass von diesem Spiel auch eine englischsprachige Version existiert und habe bis heute gehofft, dass es niemals Japan verlassen hat und dort schlimmstenfalls bunte Erinnerungen im trüb gewordenen Restgeist der Veteranenverlierer in den dröhnenden Pachinko– und Pachislot-Höllen zu erwecken vermag.

Oh, ich muss dieses YouTube-Tab zumachen… schon bei der Spielmusik kann man geradezu fühlen, wie man mit viel zu großem Tempo dümmer wird. Und wenn man dann gar kurz hinschaut…

Multimedia

Früher war ja alles besser:

Bootscreen von Microsoft Windows 3.0 mit Multimedia Extensions 1.0

Kennt hier noch jemand die damals gelegentlich auftretende Fehlermeldung „Zu wenig Speicher um Windows zu beenden“? Oder erinnert sich noch jemand an die sieben Disketten für die Installation? Und an die Reihenfolge, in der diese Disketten zu wechseln waren, wenn man keine zusätzliche Hardware benutzte? Sie war übrigens 1, 2, 4, 2, 3, 4, 7, 1, 3, 4, 3, 5, 3, 5, 6, 5, 4, 5, 6. Wer einen Drucker hatte, musste noch ein bisschen häufiger wechseln. Man konnte übrigens auch für läppische 349 Deutsche Mark von Microsoft eine Microsoft-Maus passend zum Microsoft Windows kaufen (der Preis ist allerdings schon aus dem Jahr 1991, also vermutlich etwas günstiger als 1990). Und nein, das war nicht die spätere und unfassbar viel bessere „Intellimouse“, das Ding war einfach nur schlecht…

Hach, kam mir mein privat genutzter Amiga damals modern, preiswert und fortschrittlich vor! 😉