Feldsuppe

Foto einer Konservendose. Kelles -- NVA Feldsuppe -- Suppe aus gelben Erbsen mit Schweinebauch, Gemüse und Bockwurst

(Mit Gruß an den Pestarzt, der hier mitzulesen scheint! Sie mögen doch die „kreativen“ Ideen der Menschenfutterhersteller auch immer so gern, dieses Zeug, wo man schon beim Anblick der Verpackung von Ahnungen durchgeschüttelt wird… freut mich, dass der, die oder das Genderbier*in wenigstens mal genießbar geraten ist.)

Unbeschwerter und vernünftiger Magerbiergenuss, mit Bewusstsein

Für alle, die in punkto Schlankheit am Ball bleiben wollen, für alle, die gesundheitsbewußt leben, sich bewußt ernähren und dazu vernünftig trinken möchten, gibt es feinherbes D-Pils, das kohlenhydratarme Diät-Bier für unbeschwerten Pilsgenuß. Feinherbes D-Pils, ein Pils, wie es sein muß - so richtig herzhaft und erfrischend. -- feinherbes D-Pils -- Diätbier für unbeschwerten Pilsgenuß -- Das Bier mit dem niedrigsten Alkoholgehalt unter den Diät-Bieren

Hach ja, in den Achtziger Jahren hörten die Menschen einfach damit auf, zu essen und zu trinken und fingen stattdessen damit an, sich zu ernähren — begleitet von Müllhalden voller Ernährungsprodukte aller Art und der zugehörigen Reklame für diese Ernährungsprodukte. Dieses äußerst bewusste (sowohl für Gesundheit als auch für Ernährung) und geradezu schwerelos unbeschwerte Diätbier, das half, in Sachen Schlankheit immer am Ball zu bleiben und dabei ganz nebenbei auch das Bier mit dem niedrigsten Alkoholgehalt unter den Diätbieren war, es entstand vermutlich durch einfache Verdünnung eines kräftigen Bieres mit sehr gesundem und wirklich völlig kalorienfreiem Leitungswasser.

Aber der Rest des Jahrzehnts hielt, was sein Anfang versprach — und am Anfang der Neunziger Jahre war einer meiner häufigeren Aussprüche: „Warum ich kein Clausthaler trinke? Weil ich gern besoffen bin. Nicht immer. Aber immer öfter“.

Die letzten Opfer des esoterisch-narzisstischen Irrsinns, der in den Siebziger Jahren geboren und in den Achtziger Jahren so manifest wurde, dass es für niemanden mehr ein Entkommen daraus gab, machen auch heute noch eine Diät nach der anderen, wenn sie sich nicht psychiatrisch begleitet von Überfluss und nahrhaftem Essen umgeben zu Tode hungern. Minderschwere Fälle nehmen einfach homöopathische Arzneien statt Medikamente mit Wirkstoff ein, wenn sie mal krank werden. Homöopathisches Bier hat allerdings noch niemand verkauft.