Kommunalverwaltungen für den Arsch

Zwölf Jahre lang gab es in jeder öffentlichen Einrichtung der 4.000-Einwohner Gemeinde Fuchstal nur noch einlagiges graues Klopapier. Der Grund: Ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hatte im Sommer 2006 aus Versehen zu viel Toilettenpapier bestellt – genauer gesagt einen ganzen Sattelschlepper voll.

Die Fehler dabei: Eine Verpackungseinheit hätte gereicht – doch der Verwaltungsangestellte bestellte gleich zwei von ihnen. Und: Er achtete nicht darauf, wie groß er diese Verpackungseinheit wählte. Am Ende gab es eine riesengroße Überraschung, als ein Sattelschlepper eine Ladung Klopapier auf dem Bauhofgelände ablud.

Es wäre noch einmal die gleiche Ladung gekommen, wenn die Auslieferung der zweiten Verpackungseinheit in einem zweiten Sattelschlepper nicht gerade noch hätte gestoppt werden können. Beinahe wäre Fuchstal also 24 Jahre lang mit Klopapier versorgt worden

Quelle: Bayerischer Rundfunk [Arschivversion]

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You had one job…

Fahrkartenautomat des hannöverschen Nahverkehrsbetreibers üstra (gebaut von Hoeft&Wessel), bei dem das Display auf dem Kopf stehend eingebaut wurde, so dass die gesamte Beschriftung und Benutzerschnittstelle auf dem Kopf steht.

Jede Handlung unterbrechen. Sodann die flache Hand, Handfläche in Richtung Gesicht, in schneller Bewegung gegen den oberen Stirnbereich führen, hierbei nach Möglichkeit und jeweiliger sozialer Angemessenheit ein kurzes, klatschendes Geräusch hervorrufen. Hand dort verweilen lassen, das Gesicht und die von solchen Anblicken mehr als satten Augen in der Hand verborgen, dabei leicht seufzen. Kopf etwas nach unten neigen, Oberkörper leicht vorbeugen. Stellung drei Sekunden halten, bewusst atmen. Anschließend Hand von der Stirn nehmen und zur ursprünglichen Tätigkeit zurückkehren.

Grüße auch an Hoeft&Wessel, diesem betonharte Garant für Qual und Ität von der unvergessenen Kundenverachtung der tix-Säule bis hin zum umgedrehten Display (das zum Glück nicht der reguläre und nicht einmal ein häufiger Zustand ist) von Automaten, die sich im hannöverschen Alltag immer noch oft genug weigern, Geld anzunehmen. Ich habe in meinem lustigen und bewegten Leben keine andere Stadt erlebt, in der man so häufig Probleme hat, an einem Automaten eine Fahrkarte für den Nahverkehr zu erwerben. Mögen sie stinken und brennen, zusammen mit der üstra, für immerfort stinken und brennen in einer lichterloh lodernden Hölle aus Software, Verachtung und schlechten Ideen!