Fairfight

Fair Fight -- 4-Mann-Kampf-Flipper von enormer Spielstärke. -- Modernste Elektronik plus attraktives Spielgeschehen garantieren technische Perfektion und beste Kassenergebnisse. -- Effektvolle Lichtkaskaden und harmonischer Sound ziehen die Spieler magisch an und erhöhen das Erfolgserlebnis. -- Eine Fülle von verschiedenen Einstellmöglichkeiten erlaubt die optimale Anpassung an jeden Aufstellplatz. -- EURO FLIP

Es gab in den Siebziger Jahren tatsächlich Flipper, die ich nie gesehen habe. Diesen zum Beispiel. Huch! Sind das etwa Nixie-Röhren für die Punkteanzeige? Auf dem sehr kleinen Bild ist das leider nur schwierig mit gewünschter Klarheit festzustellen. Wenn ja: Den habe ich ganz sicher nie gesehen. Der einzige Flipper mit Nixie-Röhren, den ich jemals gesehen habe, war der Playboy aus den Sechziger Jahren. Ende der Siebziger Jahre waren Nixie-Röhren eine veraltende Technik und wurden kaum noch verbaut (allerdings hat Hellomat aus Hellenthal sie noch in den Geldspielgeräten gehabt, vermutlich, weil es zu dieser Zeit auch sehr markant war). Beim Eintrag in der IPDB gibt es leider auch keine Klarheit. Aber für spätere Geräte auf Grundlage der hier verwendeten Technik gibt es noch Handbücher in der IPDB, und da wurden keine Nixies, sondern vertrautere Sieben-Segment-Anzeigen verbaut. Jetzt sehe ich schon Nixie-Röhren, wo gar keine sind…

Renncocktail

Werbung aus einem Fachmagazin für Automatenaufsteller aus dem Jahr 1978 -- AVUS 2 -- Das heiße Autorennspiel im Cocktailtisch

Wer sich dafür interessiert: Das Gameplay sah übrigens so aus. Einwurf: Eine Mark. Die ungefähr die Kaufkraft von heute 1,70 € hatte. Und sich in weniger als drei Minuten in grandiosem Gameplay vollständig auflöste. Früher war alles besser… und das knallige Orange als Hintergrundfarbe dieser Reklame passte so genau in das, was dieser Zeit als „Geschmack“ zugeordnet wird, dass es weh tut. In den Siebziger Jahren war es ein Jammer, dass Augen nicht kotzen konnten.

AVUS 2 war ein Relabeling des (unter anderem von Atari vermarkteten) Spieles Sprint von Kee Games durch die deutsche Video Games GmbH. Ja, die Klitsche hieß wirklich so. Es waren, wie schon gesagt, die Siebziger Jahre. Ich weiß allerdings nicht sicher, ob die auch an den Rennstrecken etwas verändert haben. Wenn ja, war zumindest das technisch relativ unaufwändig. Für die damalige Zeit. Sprint war eines der ersten Arcade-Spiele mit einer CPU und einem Programm im ROM, statt fest verdrahteter Logik. Deshalb ist das Spielgeschehen auch so komplex. Im Vergleich zu früheren Arcade-Spielen. Und irgendwo in diesem ROM waren die Rennstrecken definiert und damit prinzipiell veränderbar. So weit ich mich erinnere, waren die Texte ins Deutsche übersetzt, das Programm wurde also sowieso bearbeitet und auf neue ROMs gebracht.

Leider habe ich auf YouTube mit naheliegenden Suchbegriffen kein Videomaterial dieser speziellen deutschen Version gefunden, so dass ich mir über Einzelheiten sehr unsicher bin. Ist ja auch alles schon eine Zeitlang her.