Fun-Fest

Fun-Fest lasst die Puppen tanzen, treibt die Zahlen in die Höhe mit diesem hochzählenden Superflipper von Williams. Und das ist neu: Bei jedem Ballwechsel - Fun-Fest hat fünf Kugeln - wird der erkämpfte Spitzenbonus gutgeschrieben. Der Einwurf: 50 Pfennig für ein Spiel, 1 Mark für 2 Spiele und 2 Mark für 5 Spiele. -- Fun-Fest ist ein Flipper der Spitzenklasse -- Seevend

Natürlich konnte man diesen Flipper auch auf drei Kugeln pro Spiel stellen — und nachdem die Menschen den erhöhten Preis von fünfzig Pfennig statt zwanzig Pfennig für ein Spiel gefressen hatten, geschah das auch überall. Ich habe niemals einen Fun-Fest mit einem Fünf-Kugel-Spiel in der BRD gesehen. Mit den Deutschen kann man es eben machen. Oder, um es mit dem Hersteller eines anderes Produktes aus dem gleichen Jahr 1973 zu sagen:

Die Vorrats-Packung -- Die Verkaufspreisklasse von DM 1,– ist überholt. Nur ein Beispiel: Wer kann für DM 1.– heute noch Zigaretten ziehen? Dagegen bringt ihnen die Preisklasse von DM 2,– doppelten Umsatz und doppelte Rendite. Die neue Vorratspackung Fromms 'duett' und Blausiegel 'hauchdünn extra' mit jeweils 4 Condomen Inhalt bietet dem Verbraucher und ihnen als Händler überzeugende Vorteile.

In diesem Sinne wünsche ich den vielen Lebensverbrauchern in der BRD auch weiterhin viel Spaß bei ihren überzeugenden Vorteilen. Die werden von Jahr zu Jahr größer und nur immer größer!

Sieben. Und acht. Und neun.

An Aufsteller gerichtete Reklame für das NSM-Geldspielgerät Rotamint 7&8&9 aus dem Jahr 1973

Das Bier muss in den Mund, und das Geld muss in den Einwurfschlitz. Die Rotamint 7 & 8 & 9 aus dem Jahr 1973 war übrigens das erste NSM-Geldspielgerät, in das man einen „Heiermann“, eine Fünf-Mark-Münze, einwerfen konnte. Die schöne Fünf-Mark-Münze aus Silber, die nicht nur nach Geld aussah und sich schwer in der Hand anfühlte, sondern auch richtig Kaufkraft hatte. Das war gut für die Leber und das Hirn, denn das Geld, das man verzockt hat, kann man nicht mehr versaufen.

Wide Open Slam Bang

Werbung für den Gottlieb-Flipper Jack in the Box aus dem Jahr 1973

Auch, wenn das Spielfeld auf dem Werbefoto recht harmlos und leer aussieht: Die Seitenausläufe mit den Bumpern waren tödlich, und direkte Schüsse auf die mittleren der zehn Droptargets waren „drain shots“, wie es ein Englischsprachler sagen würde. Mehr, und vor allem mehr von der wunderhübschen Siebziger-Jahre-Farbgestaltung in gelb, türkis und pink, kann man sich bei der Internet Pinball Database anschauen. 😉