Bau um!

ROTAMINT Goldene 7 Umbau auf 20-Pfennig-Spiel -- Seit dem Frühjahr 1968 ist die Fabrikation der Goldenen 7 ausgelaufen. Ihre Einspielstärke ist dem letzten Aufsteller bekannt. Seit Erscheinen dieser ROTAMINT machte es wieder mehr Freude, Aufsteller zu sein. Die attraktiven vielfach nachträglich kopierten Ballungsgewinne dieses immer noch jungen Spielsystemes erhalten einen zusätzlichen Neuheitswert durch das 20-Pfg.-Spiel. -- Machen Sie einen einzigen Versuch mit der Goldenen 7 in 2,--DM-Ausführung! -- Weil die begründete Hoffnung auf die Einfürhung des 2-DM-Spiels bereits zum Zeitpunkt des Herauskommens der Goldenen 7 (Frühjahr 1967) bestand, wurde entgegenkommenderweise diese ROTAMINT vom ersten Tage an mit dem schriftlichen Versprechen auf späteren Umbau hinsichtlich des in Aussicht stehendes 2-DM-Spieles ausgeliefert. -- Das spielende Publikum macht keinen Unterscheid zwischen neuen und umgebauten Geldspielautomaten. Entscheidend wird die Spielstärke des Systems sein! Daß man sich diesbezüglich auf dei in den letzten 12 Monaten bevorzugten Favoriten des deutschen Fachmarktes Goldene 7 und Super Sieben verlassen kann, dürfte außer Zweifel stehen. Wenden Sie ihre Gunst erst dann neuen Publikumslieblingen zu, wenn sich diese demgegenüber als einspielstärker erwiesen haben sollten. Vergessen Sie aber dabei nicht die Differenz zwischen Umbau- und Neuanschaffungspreis! -- Der ROTAMINT-Umbau, der in der 2. Augusthälfte anlaufen wird, ist in idealer Weise geeignet, der zu erwartenden Nachfrage nach 2-DM-Geräten schneller zu entsprechen, als dies von der aufwendigeren Neufertigung erwartet werden kann. -- Wahlweise 10- und 20- oder reines 20-Pfennig-Spiel? -- Noch niemand kennt gegenwärtig die Reaktion des Publikums auf die Einführung des 2-DM-Spiels. Der preisgünstige Umbau der Goldenen 7 auf das exklusive 20-Pfennig-Spiel beitet Ihnen in dieser Beziehung eine risikofreie Erprobungsmöglichkeit. Lassen Sie erst dann weitere Goldene 7 umbauen, wenn das Kassenergebnis für sie positiv ist! -- Den Anspruch auf nachträgliche Umstellung der Goldenen 7 auf das 2-DM-Spiel haben sie mitgekauft! Wer jetzt freiwillig darauf verzichtet, weiß nicht, was er tut.

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Rotator

Geldspielgerät Rotator von Lindl&Co Gerätebau GmbH aus dem Jahr 1968

Manchmal brachten die Sechziger Jahre gar eigenartige Gestaltungsideen hervor. Bei Lindl & Co. haben sie sich gesagt: Wenn wir schon Wulff-Geräte umbauen und das Gehäuse im großen und ganzen so lassen müssen, dann sollten wir doch wenigstens bei der Scheibe sehr anders aussehen. Also machen wir dort einfach zwei Gruppen konzentrischer Kreise und färben die dabei entstehenden Flächen abwechselnd rot und blau ein. Eine weitere kecke und in dieser Form niemals wieder gesehene Designidee war es, den Namen des Geldfressers in der damals generell sehr beliebten Futura zu setzen, und in den beiden kreisrunden „O“ jeweils ein Zeigerzählwerk für die Münzvorlage (links) und eines für die Serienspiele (rechts) unterzubringen. Nach unbestätigten Gerüchten aus Kelheim, den damaligen Unternehmenssitz der Lindl & Co. Gerätebau GmbH, soll angesichts des optischen Zusammenspieles von Holzgehäuse und Scheibendesign der Blindenhund des Gestalters mehrfach undefinierbare Jaulgeräusche von sich gegeben haben, die den Eindruck erweckten, dass er sein blindes Herrchen beneidete.

Übrigens: Das Gerät ist ziemlich selten. Es war wohl nicht so ein großer Erfolg…