Mit Krönchen

Werbung für das Wulff-Geldspielgerät Rotomat Astor aus dem Jahr 1974 -- Rotomat Astor -- Großes Bild einer stilisierten Krone -- Ein spielfreudiges Erfolgsgerät -- Günther Wulff Apparatebau GmbH, 1 Berlin 30, Tauentzienstraße 6

Im Rotomat-ASTOR vereinigen sich alle Vorzüge seiner Vorgänger; verbunden mit neuesten technischen Erkenntnissen, die dieses Gerät außerordentlich attraktiv machen. -- Auch diesmal wurde bewußt auf komplizierte Spielinhalte verzichtet, um hierdurch Rotomat-ASTOR einem breit gestreuten Publikum zu erschließen.

Merke: Komplizierte Spielinhalte sind überbewertet, und dumm zockt gut.

Was natürlich in den Siebziger Jahren Pflicht war, das war die Farbgebung im schönsten Siebziger-Jahre-Stil mit viel Orange, Grün und Braun (würg!), denn Augen können ja nicht kotzen:

Abbildung des Geldspielautomaten Rotomat Astor aus dem Jahr 1974

Ein Prachtstück seiner Zeit! Was meint ihr wohl, wie die „Modernität“ von heute in vierzig Jahren aussieht.

Ein Bauchvoll Schrot für alle!

Screenshot Doom, stark mit Gimp bearbeitet

Übrigens: Das Mega-WAD Good Morning Phobos macht durchaus Spaß und ist nicht ganz so hammerhart wie andere, bekanntere moderne Mapsets, sondern erinnert eher an die guten Maps aus TNT Evilution. (Wer keine wirklich guten Skills hat, sollte allerdings von „Ultra Violence“ absehen, denn da wird es schnell eine frustriende Hölle aus Chaingunnern und Revenants.) Trotzdem ist jede Map ein kleines Kunstwerk geworden. Und im Gegensatz zu TNT Evilution gibt es keine wirklich schlechten Maps. Allerdings ist die Optik oft ein bisschen besser als das Gameplay, und das erinnert mich wohl auch an die guten Evilution-Maps. Außerdem hat es mich animiert, mit einigen Screenshots ein bisschen zu gimpen.

Screenshot, mit Gimp bearbeitet

Screenshot, mit Gimp bearbeitet

Screenshot, mit Gimp bearbeitet

Screenshot, mit Gimp bearbeitet

Das einziges wirklich ernsthafte Problem: Die Munition wird schnell knapp, wenn man sich nicht in allen verstecktesten Verstecken umschaut, und manchmal sogar, wenn man sich dauernd umschaut. Ich mag so etwas einfach nicht in einem Ballerspiel. Ich will da mit Waffen schießen können. Auf Zeug. Das sich dann in dekorativen roten Pfützen hinlegt. Oder explodiert und lustige Muster sprenkelt. Tatsächlich findet man sich schon in der allerersten Map in der Situation wieder, viel mit der Faust zu kämpfen, weil einfach nicht genug zum Verschießen im Weg liegt. Zum Glück liegt der Berzerk offen herum und muss nicht in einem Secret gefunden werden. Und es sind nicht alle Maps so schlimm. Aber eine gewisse Aufmerksamkeit, wo Secrets sein könnten, macht jede Map viel spielbarer. Wer allerdings jede Map mit Pistolenstart spielen möchte: Viel Glück! Es ist nötig. 🍀