Die gute Medizin aus Peru

Gegen die Müdigkeit und Erschöpfung nach der ausgiebigen Silvesterfeier gibt… ähm… gab es 1872 ein sehr wirksames Universalheilmittel aus der Apotheke:

Keine Pflanze des Erdballs vereinigt so glücklich die heilsamen Wirkungen auf die gesammten Organe der Atmung und Verdauung mit so enormer, konstanter Kräftigung des ganzen Nerven- und Muskelsystems als das Universal-Heilmittel der Indianer, die Coca aus Peru, was Autoritäten wie A. v. Humboldt, v. Martius, Lanza u. A. als Augenzeugen des gänzlichen Mangels der Tuberkulose (bei den Andesbewohnern) wie der fabelhaften Kraftleistungen der Koqueros (ohne jede andere Nahrung) bewundernd bestätigen. Hierauf fussend unterwarf Prof. Dr. Sampson die Coca in ihrem Vaterlande gründl. Studien und Versuchen, deren an den schwersten Krankheiten bewährtes Endresultat die -- Coca-Pillen I, II & III -- sind. Coca I erzielt bei Hals-, Brust- und Lungenleiden selbst in vorgeschr. Stadien noch glänzende Resultate; Coca II beseitigt die hartnäckigsten Störungen der Verdauung, Magenkatarrh, Hämorrhoidalbeschwerden, Appetitlosigkeit, etc. und die Coca III ist das wirksamste, ja unersetzliche Heilmittel gegen allgemeine Nervenschwäche, Hypochondrie, Hysterie und namentl. gegen spec. Schwäche-Zustände (Pollutionen, Impotenz etc.) Preis nach der preuss. Arzn.-Taxe 1 Thlr, 6 Schachteln 5 Thlr. Näheres sagt s. wissenschaftliche Abhandlung über die Coca, gratis-franco durch die Mohren-Apotheke in Mainz.