Platz Frei! Bisschen #Ihmezentrum abreißen

Plakat am Ihmezentrum -- Platz Frei! Oder Shoppingmall? ...Bisschen Ihme-Zentrum abreissen

Bisschen Ihme-Zentrum Abreißen ist ein Projekt, nach dem niemand gefragt hat. Es ist ein proaktiver Beitrag zur Diskussion um die Zukunft des Ihmezentrums und ein Argument gegen die Privatisierung und Kommerzialisierung städtischen Raumes. Das Gebäude liegt wie eine fünfhundert Meter lange Insel in der Struktur der Stadt. Errichtet auf dem Gelände einer alten Weberei, damals gegenüber der Gilde-Brauerei, bot der Sockel des Ihmezentrums Raum für Parken und Anlieferung für die Shopping-Mall darüber. Heute hat der Sockel seine Funktion verloren: Er steht seit zwanzig Jahren leer! Die vormals industrielle Umgebung hat sich gewandelt und die Blumenauer Strasse spielt eine Nebenrolle.

Wir schlagen vor, die Blumenauer Strase in die leeren unterirdischen Parkgeschosse zu legen und den größten Teil des Sockels abzureissen. So wird ein urbaner Platz auf Strassenniveau frei und das Ihme-Zentrum wird durch seine Fragmentierung zu einem Teil der Stadt -- die über diese öffentliche Terrasse endlich Zugang zum Fluss erhält. Im Gegensatz zu dem geplanten Shopping-Center, das der windige Investor zu reaktivieren plant, ist der neue Ihme-Platz ein unkommerzieller Raum, welcher allen Menschen zu jeder Tageszeit offen steht. Weite und schmale, offene und gedeckte Aussenräume bieten vielfältigen Nutzungen Platz. Der neue Ihme-Platz ist ein politischer Ort -- und ein Appell an die Stadt Hannover und ihre BewohnerInnen, das Schicksal der Stadt nicht kampflos privaten Investoren zu überlassen

Tja, und wenn die Menschen, die diese beachtenswerten Plakate aufgehängt haben, nun auch noch dazu fähig gewesen wären, eine Webressource oder eine Kontaktmöglichkeit für Menschen anzubieten, die aus guten Gründen kein Smartphone benutzen — ich bin zum Beispiel so jemand — dann würde ich mich zu gerne mal mit ihnen unterhalten. Vielleicht kommt das ja noch in den nächsten Tagen… 😉

Riskanter rasen!

Werbung für ein Geldspielgerät aus einer Fachzeitschrift für Automatenaufsteller aus dem Jahr 1999: Rasanter riskieren! Der neue 'Gib Gummi'!

Ja, dieser NSM-Löwen-Geldspielautomat aus dem Jahr 1999 trug wirklich den gnadenlosen Namen „Gib Gummi“, obwohl „Gib Geld“ ein viel passenderer Name gewesen wäre. Er sah übrigens auch aus, der NSM-Löwen-Automat aus dem enthirnten Jahr 1999, und zwar so:

Foto des NSM-Löwen-Geldspielautomaten 'Gib Gummi' aus dem Jahr 1999

Der Wert einer Tankfüllung ließ sich mit Leichtigkeit binnen zweier Stunden verzocken.

Ab in die Tonne

Ein alter Arcade-Unterhaltungsautomat wird äußerst unsanft mit einer Greifzange in einen Müllcointainer befördert

Wenn den Spielern das Spiel keinen Spaß mehr bereitet und keine Münzen mehr in den Einwurfschlitz gesteckt werden, dann geht der sinnlos gewordene Automat in der Waste Economy den unsanften Weg in die Tonne, unsanft drückt der Greifarm das bunte Glas ein, das einst in dunklen Räumen von blinkigen Glühlampen unterstützt von Gewinnen und Möglichkeiten kündete. Einem Politiker kann das nicht passieren, der wird ja weiterhin bezahlt, auch wenn er längst schon keine Gewinne und Möglichkeiten mehr anzubieten hat.