Rotator

Geldspielgerät Rotator von Lindl&Co Gerätebau GmbH aus dem Jahr 1968

Manchmal brachten die Sechziger Jahre gar eigenartige Gestaltungsideen hervor. Bei Lindl & Co. haben sie sich gesagt: Wenn wir schon Wulff-Geräte umbauen und das Gehäuse im großen und ganzen so lassen müssen, dann sollten wir doch wenigstens bei der Scheibe sehr anders aussehen. Also machen wir dort einfach zwei Gruppen konzentrischer Kreise und färben die dabei entstehenden Flächen abwechselnd rot und blau ein. Eine weitere kecke und in dieser Form niemals wieder gesehene Designidee war es, den Namen des Geldfressers in der damals generell sehr beliebten Futura zu setzen, und in den beiden kreisrunden „O“ jeweils ein Zeigerzählwerk für die Münzvorlage (links) und eines für die Serienspiele (rechts) unterzubringen. Nach unbestätigten Gerüchten aus Kelheim, den damaligen Unternehmenssitz der Lindl & Co. Gerätebau GmbH, soll angesichts des optischen Zusammenspieles von Holzgehäuse und Scheibendesign der Blindenhund des Gestalters mehrfach undefinierbare Jaulgeräusche von sich gegeben haben, die den Eindruck erweckten, dass er sein blindes Herrchen beneidete.

Übrigens: Das Gerät ist ziemlich selten. Es war wohl nicht so ein großer Erfolg…

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