Die Erfindung Jehovas

Das Radio ist Jehovas Erfindung. Der Mensch hat lediglich herausgefunden, wie es zu gebrauchen ist. Die Zeit wird noch kommen, da Jehova Gott es seinen treuen Vertretern ermöglichen wird, von Jerusalem aus klar und deutlich vernehmbar zu allen Völkern der Erde zu reden. … Daher ist es nur passend und zeitgemäß, daß Jehova Gott den größten jemals auf der Erde über ein Netz vereinigter Radiostationen gehörten Rundspruch zum Ruhme seines Namens gebrauchen ließ. Das geschah in Detroit, Michigan, am Sonntag den 5. August 1928.

Die Washingtoner „Post“, die führende Tageszeitung der Hauptstadt der Vereinigten Staaten, schrieb am Morgen des folgenden Tages über diesen Vortrag:

„Radionetz von 100 Stationen stellt neuen Rekord auf … ‚Ich habe ein Telegramm von einer der New Yorker Tageszeitungen erhalten‘, erwähnte Richter Rutherford im Laufe seines Vortrages, worin gefragt wird, wieviel dieser Vortrag koste und wer ihn bezahle. Meine Antwort ist, daß er 50.000 Dollars kostet und von einer Anzahl Christen in den Vereinigten Staaten bezahlt wird, die froh sind, es tun zu können.'“

Wie kommt es, daß eine dieser Korporationen, nämlich die National Broadcasting Company (Nationale Rundfunkgesellschaft), mit der Geistlichkeit einen Bund schloß und, mit ihr zusammenwirkend, bestimmen will, was das Volk über Religion und Bibel hören oder nicht hören soll? In den europäischen Ländern – einschließlich Deutschland und der Schweiz – bemühen sich die Überwachungsausschüsse ängstlich zu verhindern, daß das Volk über Radio irgendwelche Vorträge hört, die einer gewissen Klasse nicht angenehm sind.

Das Radio und seine Leitwege der Äther gehören Gott, und alle Menschen haben ein gleiches Recht daran, diese Dinge, die Gott darreicht, zu gebrauchen.

J. F. Rutherford, damaliger Präsident der Internationalen Bibelforscher-Vereinigung (Vorgänger der Zeugen Jehovas) in der Broschüre „Des Volkes Freund“

Das Dschungelcamp, Big Brother, die Fußball-WM, DSDS, Talkshows und den Mutantenstadl hat der werte Herr Bibelforscher damals wohl noch nicht gekannt.